Im Haus 7 am Kirchplatz in der Dorfmitte von Ostönnen geht es weiter: nach dem Sommercamp im vergangenen Jahr freuen wir uns auf ein Wiedersehen in erweiterter Runde. Eine kompakte Woche lang geht es vor Ort in großen Schritten weiter. Die Protagonisten: eine Gruppe von Studierenden der Fachrichtung Architektur aus Berlin, das alte Haus, das mit möglichst geringem Einsatz von Ressourcen für neue Nutzungen aufbereitet werden soll – und die Architektin Dorothee Linneweber, die das Camp betreut, moderiert und die Studierenden bei neuen Tätigkeiten anleitet.

Im Vorfeld hatten wir den Bestand analysiert und auf Basis der Erkenntnisse das neue Nutzungskonzept entwickelt. Fest steht nun: drei Privatbereiche – jeweils Schlaf-/ Wohn-/ Arbeitsbereich – entstehen, ergänzt durch die Gemeinschaftsbereiche Küche, Sanitärräume, Terrasse, Garten. Eine weitere Woche packen wir nun wieder gemeinsam tatkräftig an – jahreszeitlich bedingt diesmal zu einem größeren Teil im Innenraum. Weiterhin begleiten uns Themen aus Bauphysik und Baustoffkunde.

Schon im Grundgedanken ist das Projekt ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit: vorhandene Bausubstanz nicht abreissen, sondern weiter nutzen. So tragen wir nicht nur dazu bei, die gewachsenen Strukturen rund um die romanische St.-Andreas-Kirche zu erhalten und für zukünftige Nutzungen fit zu machen, sondern nutzen die im Bestand bereits verbaute ‚graue Energie‘. Auch in kleinem Maßstab begegnen wir auf unserer Aktivierungs-Baustelle Nachhaltigkeitssaspekten mit unaufwändigen und clever gedachten Lösungen auf der Basis von Re- und Upcycling.

Beim jährlich stattfindenden Tag der Architektur im vorigen Jahr haben wir das Nachbarhaus, das Projekt ‚CoHousing Kirchplatz 8‘, vielen Interessierten vorstellen können. Zu dem Zeitpunkt haben wir auch den Einblick in ‚Haus 7‘ im Vorher-Zustand ermöglicht. In diesem Jahr möchten wir das fertige Projekt ‚Haus 7‘ beim Tag der Architektur in abgeschlossenem Zustand präsentieren. Die Unterlagen haben wir dazu bereits eingereicht.

Für den Februar aber freuen wir uns schon ganz besonders auf den Besuch des Fernsehteams, das über unser Projekt berichtet.