Überraschend schnell war es ausgebucht, das Seminar zum Thema Quartiersmanagement am 11. März. Die acht Unterrichtsstunden, in denen Dorothee Linneweber Inhalte rund um das Quartiersmanagement erläuterte, erkannte die Architektenkammer NW mit acht Fortbildungspunkten an.

Naheliegend beim Akademieprogramm: die Teilnehmenden waren vorwiegend ArchitektInnen und StadtplanerInnen – der berufliche Kontext dabei unterschiedlich; sowohl Teilnehmende aus freien Büros als auch mit kommunalem Hintergrund hatten sich angemeldet.

Aufgrund der positiven Resonanz stimmen wir uns gerade ab, ob das Seminar auch im kommenden Winter wieder im Rahmen des Seminarprogramms angeboten wird.

Zu den Inhalten des Seminars hier ein Überblick:

Gebaute Umwelt – soziologische Aspekte: zwischen diesen Bereichen spannt sich das Tätigkeitsfeld des Quartiersmanagements auf. Ein wirksames Instrument, um die Entwicklung von städtischen oder auch ländlichen Gebieten in eine zukunftsfähige Richtung zu steuern! Den Menschen und Akteuren vor Ort die Wirksamkeit von Partizipation und gemeinsamen Zielen erlebbar zu machen ist sind Ansatzpunkte und Schlüssel zu einer nachhaltig positiven Entwicklung.

Auf Basis der mehr als zehnjährigen Büroerfahrung in diesem Themenfeld vermittelt, strukturiert und diskutiert das Halbtagsseminar die wesentlichen Aspekte des Quartiersmanagements – von den theoretischen Grundlagen bis hin zur langfristigen Verstetigung, anschaulich erläutert anhand von Praxisbeispielen.  

Projektgebiete: Merkmale und Zielsetzungen

Projektgebiete – akuter Handlungsbedarf oder Prophylaxe: Wann kommt ein Quartiersmanagement zum Einsatz? Zahlen und Indikatoren, Außenwahrnehmung, Identifikation und Fluktuation, Quartierssauberkeit und Vandalismus, Aufenthalts- und Lebensqualität

Initiatoren und Ziele: Städtebauförderung, kommunale und wohnungswirtschaftliche Projekte – das Quartiersmanagement als Bindeglied zwischen Auftraggeber und AnwohnerInnen. Gemeinschaftlich resiliente Quartiere schaffen!

Gemeinsam an einem Strang ziehen: Akteure, Stakeholder, Partizipation

Expertenwissen vor Ort nutzen: AnwohnerInnen, lokale Akteure und Stakeholder einbinden

Partizipation: die Bedeutung von Mitgestaltung, das Erfahren von Selbstwirksamkeit

Soziologische Aspekte in der Architektur mitdenken – kleine Maßnahmen, große Wirkung: Wie kann Gebautes den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität fördern – oder behindern? Angsträume rückbauen, Begegnungsorte fördern

Prozessplanung und –umsetzung:

Projektstart: Bedarfsanalyse und Planung, Themenfelder und erste Schritte

Partizipation moderieren und strukturieren: Formate

Gemeinschaft erleben: Meilensteine, Erfolgserlebnisse

Netzwerken, Kommunizieren, Austauschen: das dichte Netz knüpfen

Projekt zu Ende – und dann? Langfristige Verstetigung von Anfang an mitdenken

Besondere Schwerpunkte

Architektur als Instrument für soziales Miteinander: wie können Architektur und Gestaltung soziale Interaktionen fördern? Gemeinschaftliche Räume, temporäre Nutzungen, urbane Gärten.

Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte: vorhandene Ressourcen